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Ausblick
Bildung ist wichtig für langfristigen Erfolg
Deutschland hat seine Innovationsleistung in den vergangenen Jahren merklich gesteigert und konnte sich bei Forschung und Innovation wieder an die Spitze der großen Volkswirtschaften setzen – eine Position, die das Land zuletzt Ende der 1980er-Jahre einnahm. Im Vergleich zum vorangegangenen Innovationsindikator von 2009 ist dies eine erhebliche Verbesserung. Die konzeptionelle Neuausrichtung spielt dabei nur eine kleine Rolle.
Der andere und wesentlich wichtigere Grund ist eine substanzielle Ausweitung der Forschungs- und Innovationsanstrengungen von Staat und Wirtschaft in den vergangenen Jahren. Ob Deutschland seine gute Position auch in Zukunft halten kann, hängt entscheidend davon ab, ob die gestiegenen Investitionen beibehalten und Schwachstellen konsequent angegangen werden.
Ob die aktuelle Positionsverbesserung Deutschlands nur kurzfristiger Natur ist oder einen nach-haltigen Trend darstellt, werden die nächsten Jahre zeigen. Entscheidend wird sein, dass Staat und Wirtschaft ihre Forschungs- und Innovationsanstrengungen weiter erhöhen können. Zwar scheinen die jüngsten Investitionen auf den ersten Blick erheblich, doch verblassen sie gegenüber der Dynamik, die die neuen großen Industrieländer – allen voran China – an den Tag legen.
Dort wird in einem enormen Tempo in Bildung, Forschung und Innovation investiert. Die Erträge dieser Investitionen sind derzeit noch vergleichsweise gering. Selbst wenn es nicht selbstverständlich ist, aus Forschung und gut qualifizierten Beschäftigten wettbewerbsfähige Hightechprodukte zu generieren und diese erfolgreich im Weltmarkt zu platzieren, ist mit den empirisch ermittelten Zeitverzögerungen von neun bis zwölf Jahren davon auszugehen, dass China und andere Länder in absehbarer Zeit die Früchte ihrer gesteigerten Innovationsanstrengungen ernten können. Dementsprechend ist in den kommenden Jahren mit einer zunehmenden Konkurrenz aus den neuen Industrieländern in allen Technologiemärkten zu rechnen. Dies wird früher oder später auch die Märkte betreffen, in denen Deutschland derzeit eine globale Führungsposition im Innovationswettbewerb einnimmt, wie zum Beispiel in Maschinenbau, Fahrzeugbau und Chemieindustrie.





