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Subindikatoren
Wirtschaft
Das Subsystem Wirtschaft bildet den Kern der Analyse im Innovationsindikator. Dementsprechend sind ihm die meisten der verwendeten Indikatoren zugeordnet. Die Wirtschaft setzt Wissen und Bildung auf Basis staatlicher und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen in innovative Produkte und Dienstleistungen um.
Die Schweiz steht beim internationalen Vergleich der Innovationsorientierung der Wirtschaftssysteme an der Spitze – und dies mit klarem Abstand. Die Stärke der Wirtschaft leistet den wichtigsten Beitrag zum schweizerischen Erfolg beim Innovationsindikator insgesamt. Allerdings erreicht auch die Schweiz bei diesem Indikator nicht die volle Punktzahl, sondern hat mit einem Indikatorwert von 70 im Jahr 2010 noch Entwicklungsmöglichkeiten. Dies bedeutet, dass die Schweiz nicht bei allen Einzelindikatoren das beste Ergebnis erzielt. So erreicht sie beim wichtigen Indikator für interne FuE-Ausgaben der Unternehmen nur den sechsten Platz und beim Anteil der staatlich finanzierten FuE-Ausgaben der Unternehmen sowie beim Anteil der von Unternehmen finanzierten FuE-Ausgaben der Hochschulen landet sie sogar noch deutlich weiter hinten auf den Plätzen 21 und 11. Anders als die meisten anderen untersuchten Länder hat die Schweiz allerdings in allen Subindikatoren einen Spitzenplatz belegt, was auf ein sehr abgestimmtes und ganzheitlich funktionierendes Innovationssystem hindeutet. Das Erfolgsgeheimnis der Schweiz ist das Zusammenspiel aller relevanten Faktoren. Die hohe Systemproduktivität lässt sich damit erklären, dass die Teilbereiche und Subsysteme gut harmonieren und daher wenig Reibungsverluste entstehen.
Der Kern des Erfolgs liegt allerdings in der starken Wirtschaft und der diversifizierten Wirtschaftsstruktur. Die Schweiz hat ein auf die Weltmärkte passendes Portfolio, das auf Basis der notwendigen Innovationsfähigkeit diese Weltmärkte gut bedienen kann. Die Schweiz ist das beste Beispiel, dass Größe alleine – insbesondere des nationalen Marktes, aber auch des Innovationssystems insgesamt – kein notwendiger Faktor für Erfolg ist. Gerade kleine Länder können, wenn sie sich auf lukrative Nischen spezialisieren, eine gemessen an ihrer Größe hervorragende Innovationsperformance erzielen. Dies ändert nichts daran, dass der absolute Beitrag der Schweiz zur globalen technologischen Entwicklung begrenzt ist: Hier geben die großen Länder wie die USA, Japan und Deutschland und perspektivisch auch China den Ton an.
Hinter der Schweiz folgen mit deutlichem Abstand, dicht gedrängt, Taiwan, Norwegen, Singapur, Schweden und schließlich Deutschland. Deutschland erreicht bei diesem Subsystemvergleich den sechsten Platz. Dies ist zwar zwei Plätze schlechter als die deutsche Platzierung in der Gesamtbewertung. Dennoch verkörpert die Wirtschaft einen der Eckpfeiler des deutschen Erfolges, da das insgesamt gute Abschneiden vor allem darauf beruht, dass Deutschland in allen Subsystemen mindestens zufriedenstellende, häufig aber gute Ergebnisse erzielt. Dahinter folgen die USA. Die Gruppe der Verfolger liegt allerdings erneut sehr eng beieinander.





