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Szenarien
Deutschland hat Chancen vertan
Die Politik verfügt über viele Möglichkeiten, die Innovationsfähigkeit und -leistung eines Landes zu beeinflussen. Letztlich muss sie unter den gegebenen finanziellen, rechtlichen und institutionellen Restriktionen aus verschiedenen Politikoptionen umzusetzende Maßnahmen auswählen. Dabei bleiben bestimmte Politikoptionen immer wieder ungenutzt – wie die Einführung von steuerlichen Förderungen für FuE-Ausgaben von Unternehmen und die Erhöhung staatlicher Mittel für Hochschulen, um die Kapazität und Qualität der Hochschulausbildung zu verbessern und die Anzahl der Studierenden zu erhöhen.
Die folgenden Szenarien zeigen, welche Auswirkung die Umsetzung beider Handlungsoptionen auf die Position Deutschlands im Innovationsindikator gehabt hätte. Dabei werden konkrete Szenarioannahmen in das Modell des Innovationsindikators aufgenommen.
Beide Maßnahmen betreffen Bereiche, in denen Deutschland im internationalen Vergleich eher schlecht abschneidet: Bei den staatlichen Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation liegt Deutschland auch wegen des Fehlens einer steuerlichen FuE-Förderung zurück. Im Hochschulbereich sind die Absolventenquoten und andere Indikatoren zur akademischen Bildung unter anderem aufgrund der nachlassenden Beteiligung am Hochschulstudium ab Mitte der 2000er-Jahre unterdurchschnittlich.
Für jedes der beiden Szenarien wird unterstellt, dass die Politikoption ab 2006 umgesetzt worden wäre. So können auch die mittelfristigen Auswirkungen dieser Politikmaßnahmen bis zum Jahr 2010 beobachtet werden. Jedes Szenario beschreibt eine konkrete Ausgestaltung der jeweiligen Maßnahme, stellt anhand dieser realistische Auswirkungen dar und legt sie auf die relevanten Einzelindikatoren des Innovationsindikators um.





