Innovationsindikator

Zentrale Ergebnisse

Deutschland hat seine Innovationsleistung in den vergangenen fünf Jahren deutlich verbessert und steht nun auf Rang 4 im internationalen Vergleich. Investitionen der öffentlichen Hand in Wissenschaft und öffentliche Forschung haben wesentlich zu dieser Positionsverbesserung beigetragen.

Die Wirtschaft hat in der Krise die Höhe der Forschungsaufwendungen beibehalten, was ebenfalls die Position des deutschen Innovationssystems im internationalen Vergleich gestärkt hat. Deutschland kam auch bei Forschung und Innovation weitaus besser durch die Wirtschaftskrise als viele andere Länder.

Die Stärken des deutschen Innovationssystems sind die Vernetzung der einzelnen Akteure des Innovationssystems sowie die sehr innovationsaktive Wirtschaft.

Die größten Defizite liegen im Bildungsbereich. Zu wenige junge Menschen erreichen eine Hochschulqualifikation. Dies kann auch nicht durch das System der beruflichen Bildung ausgeglichen werden, das zum deutschen Innovationserfolg einen wichtigen Beitrag leistet.

Die staatlich gesetzten Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation in Deutschland sind keineswegs mustergültig. Der Staat bietet im internationalen Vergleich wenig Unterstützung für die FuE-Aktivitäten der Unternehmen.

Das Eintreten der „neuen Industrieländer“ in den Innovationswettbewerb hat Deutschland bisher mehr Vor- als Nachteile gebracht. Die große Nachfrage nach Technologiewaren in China und anderen Ländern beflügelte die deutschen Exporte, während die di-rekte Konkurrenz auf den Weltmärkten durch diese Länder noch gering ist. Das wird aber nicht so bleiben.

An der Spitze des Innovationsrankings steht die Schweiz, gefolgt von Singapur. Beide Länder sind in allen Teilsystemen – Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Staat, Gesellschaft – im Spitzenfeld zu finden.

Die USA sind einer der Verlierer im Innovationswettbewerb der vergangenen Jahre. Die Wirtschaftslage und zu geringe Investitionen in Wissenschaft und Forschung zeigen ihre Wirkung.

Japan kann sich ebenfalls nicht behaupten. Hauptgründe sind die mangelnde Internationalisierung und eine schwache Leistungsfähigkeit der Wissenschaft. Außerdem spürt Japan die neuen Konkurrenten aus Ostasien so stark wie kein anderes Land. Die Ereignisse in Fukushima stellen zusätzlich eine enorme Heraus-forderung dar.

In China wurde in den vergangenen zehn Jahren massiv in Bildung, Forschung und Wissenschaft investiert. Es dauert etwa neun bis zwölf Jahre, bis sich solche Investitionen in einem höheren Output bei Publikationen, Patenten und Hochtechnologieexporten niederschlagen. Für China ist also in den kommenden Jahren mit weiter ansteigenden Innovationsleistungen zu rechnen.

Drei Fragen an: Videointerviews mit Dr. Klaus Kinkel (Deutsche Telekom Stiftung), Univ.-Prof. Dr.  Marion A. Weissenberger-Eibl (Fraunhofer ISI) und Dieter Schweer (BDI)

Innovationsindikator 2011

Die Studie vergleicht die Innovationsstärke Deutschlands mit jener der 25 wichtigsten Industrieländer in Europa, Asien und Nordamerika.
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Methodenbericht
Literaturverzeichnis

Gesamtindikator
Schweiz
76
Singapur
63
Schweden
61
Deutschland
57
Finnland
57
Niederlande
56
Norwegen
55
Österreich
53
USA
53
Belgien
52
Kanada
51
Taiwan
50
Dänemark
50
Frankreich
50
Großbritannien
49
Australien
48
Irland
47
Korea
43
Japan
39
Spanien
24
China
18
Italien
16
Indien
12
Russland
10
Brasilien
0
Südafrika
0
Alle Berechnungen auf Basis der neuen Methode
Quelle: Innovationsindikator 2011